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Pocket PC führt Besucher durch Ausstellungen

"Mobile Space Guide" verbindet Kunst und Technik

12.04.2006

Nach drei Jahren Planungs- und Entwicklungszeit begleitet ab Dienstag erstmals ein mobiler Kunstführer die Besucher durch das Kunsthaus Graz. Die Ausgabe der derzeit 20 Mobile Space Guides erfolgt dabei kostenlos, vorerst einzige verfügbare Sprache ist deutsch. Für die Verantwortlichen von Kunsthaus, Nokia und Icomedias stellt das Gerät im Handheld-Format einen "weiteren Schritt dar, Information komplexer und schöner zu gestalten". Ein derartiges Projekt habe es in Graz bisher noch nicht gegeben, so der Intendant des Kunsthauses, Peter Pakesch.

"Der Mobile Space Guide wurde speziell für unsere Bedürfnisse entwickelt. Demnächst sollen auch die Alte Galerie und das Zeughaus diesen Service anbieten," kündigte Pakesch an. Bei den Geräten handelt es sich um die je 230 Gramm leichten Nokia 770 Internet Tablets, welche Nokia Alps dem Grazer Kunsthaus kostenlos zur Verfügung stellt. Alle Guides verfügen über ein großes Display mit Touchscreen-Funktion zur benutzerfreundlichen Handhabe der von Icomedias entwickelten Software. Wer einer gegliederten Ausstellungsführung folgen möchte, tippt einfach mit dem Finger auf den gewünschten Rundgang. Ansonsten leitet die Eingabe der an den Exponaten angebrachten Nummern zu Informationen über das Kunstwerk weiter. Tippt man auf den Play-Knopf, hört man über einen Kopfhörer akustische Informationen. Für Gehörlose gibt es die Möglichkeit, die Inhalte auch alsTextversion abzurufen.

Die Merkfunktion erlaubt es Kunstinteressierten spezielle Objekte in einer Liste zu speichern. Zu den sich in der Merkliste befindlichen Exponaten können an den Computerterminals im Kunsthaus weiterführende Informationen abgerufen werden. Diese kann sich der Besucher auch an seine eigene Mailadresse schicken. Außerdem können an den Bildschirmen Interviews mit den Künstlern, Zusammenschnitte des Ausstellungsaufbaus oder Filmmaterial eingesehen werden. Neben den Touren zu den aktuellen Ausstellungen "Zwei oder drei oder Etwas", "Die Götter im Exil" und der "Spacetrip-Architekturführung" beeinhaltet der Guide auch einen genauen Lageplan zur besseren Orientierung.

Bis zum Sommer sollen die Inhalte auch in weiteren Sprachen wie englisch und italienisch verfügbar sein. Ebenso sollen spezielle Touren für Kinder und Führungen mit Zeitvorgaben wie etwa "Das Kunsthaus in einer Stunde" angeboten werden. Für das Kunsthaus Graz dürfte sich vor allem die Möglichkeit einer statistischen Erfassung lohnen: "Durch dieses spezielle Tool kann man belegen, welche Objekte abgerufen wurden und wie lange sich die Benutzer die Inhalte angesehen und angehört haben", so Icomedias-Geschäftsführer Christian Ekhart. "Für Nokia ist es das erste Gerät dieser Kategorie. Es hat keine Simkarte, sondern ist vorrangig zur Internet-Nutzung konzipiert", so Thomas Janosik, Product Marketing Manager von Nokia Alps.

Quelle: OTS

 

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